4.04.2013

Küstenschutz und der Winter nach Ostern

So langsam scheint sich der Frühling durchsetzen zu wollen. Die Sonne lässt sich schon beinahe regelmäßig blicken, und bei den Temperaturen ist das Wetter mittlerweile – zumindest tagsüber – in einem einigermaßen soliden Plus-Bereich angelangt. Nichtsdestotrotz ist warme Winterbekleidung, wie etwa wetterfeste Armeekleidung, für viele Personen nach wie vor unumgänglich. So zum Beispiel für die Mitarbeiter des Küstenschutzes.

Die Beschäftigten des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein müssen abgehärtet sein. Denn sie kontrollieren im Winter alle zwei Wochen verschiedene Küstenabschnitte. Hierbei untersuchen sie den Strand nach Paraffin und Ölvögeln.

Das Mineralwachs Paraffin, dass beispielsweise in Kerzen, Kosmetik und anderen Produkten verarbeitet wird, ist, so heißt es, nicht umweltschädigend. Die Mitarbeiter des Küstenschutzes untersuchen die Rückstände, die sie am Strand finden, auf Verschmutzungen, die letztlich doch der Natur schaden. Dicke Bundeswehr Parka halten warm bei dieser Arbeit, bei der man – selbst jetzt nach Ostern noch – stundenlang dem eisigen Wind ausgesetzt ist. Auf ihrem Kontrollgang stoßen die Biologen traurigerweise auch gelegentlich auf Tiere, die auf dem Wasser treibendem Öl zum Opfer fielen. Seevögel sind hier die Hauptleidtragenden. Zwar können die Forscher für die Tiere nichts mehr tun, jedoch nehmen sie Proben des Öls, um dessen Quelle festzustellen. Denn jedes Öl hat, wie behauptet wird, eine Art eindeutigen chemischen „Fingerabdruck“. Im Hinblick auf die Ölvögel lässt sich immerhin positiv festhalten, dass deren Zahl im Laufe der letzten Jahrzehnte scheinbar deutlich zurückgegangen ist.

Neben den Kontrollgängen der Küstenschützer heben auch jeden Tag Marineflieger der Bundeswehr ab, die das Meer mit dem Ziel absuchen, illegale Einleitungen von Brennstoffrückständen aus Schiffen und deren Urheber zu finden. Darüber hinaus gibt es die zusätzliche Überwachung via Satellit. Und durch diesen gemeinsamen, tatkräftigen Einsatz wird man das Netz um die Ölsünder immer weiter zuziehen können, und die Flora und Fauna an den nordfriesischen Küsten werden sich sicher im Laufe der nächsten Jahre noch weiter erholen.

Veröffentlicht am 4. April 2013
22.05.2018 - 05:50 Uhr

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